Gestern. Heute. Morgen. – 50 Jahre im Gespräch
Gestern als Fundament. Heute in Verantwortung. Morgen als Chance.
SAZ wurde als Service für Abonnements und Zeitschriften gegründet und ist heute ein international tätiger Entwickler und Anbieter von Branchenlösungen für Marketing und Vertrieb, Direct Marketing Services und Adressdaten.
Zum 50-jährigen Jubiläum von SAZ hat die Redaktion des Filantro Fundraising-Echos drei Generationen an einen Tisch gebracht: den Gründer Wolfgang B. Rölle – Macher und Visionär der ersten Stunde –, die Geschäftsführer Georg Brinkmann und Christian Noack – seit 2006 und 1993 bei SAZ – und die ehemalige Auszubildende Nora Ruprecht, die heute als Werkstudentin im Unternehmen tätig ist. Ein Gespräch über Anfänge, Entwicklung und darüber, warum Neugier nie aufhören darf.
Gestern – wie alles begann
Filantro Fundraising-Echo: „Herr Rölle, wenn Sie an die Anfangszeit zurückdenken: Was war damals die Idee?“
Gründer: „Als ich SAZ 1976 gegründet habe, ging es um adressbezogene Dienstleistungen. Fundraising war damals noch gar kein Schwerpunkt. Und mir ist wichtig: Wir sind bis heute kein reines Fundraising-Unternehmen. Fundraising ist eine von mehreren Branchen, in denen wir erfolgreich tätig sind. Auch wenn ich gestehen muss, dass mir das Fundraising, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen wie Heinz Sielmann und Peter Ustinov, besonders am Herzen liegt.“
Filantro Fundraising-Echo: „Was waren damals die größten Herausforderungen?“
Gründer (lacht): „Datenhaltung! Heute passt ein unvorstellbares Datenvolumen auf immer kleiner werdende Datenspeicher. Damals haben wir für einen Bruchteil dieser Daten ganze Hallen und riesige Maschinen benötigt. Die Technik war im wahrsten Sinne des Wortes gigantisch.“
Filantro Fundraising-Echo zur Werkstudentin: „Können Sie sich das vorstellen?“
Werkstudentin: „Nein, das ist heute absolut unvorstellbar. Vor allem, weil SAZ modernste Technik nutzt.“
Wie es früher einmal war: In den 1980er-Jahren war die Technik im Rechenzentrum der SAZ gigantisch. Im Hintergrund sind Magnetbänder zu sehen.
Geschäftsführung: „Ganz genau. Wir haben von Anfang an in modernste Technik investiert. Das war mutig und absolut richtungsweisend. Bereits zwei Jahre nach Firmengründung nahm SAZ erste Rechenzentren in Deutschland und in der Schweiz in Betrieb. Damit legten wir den Grundstein für eine eigene technische Infrastruktur.“
Gründer: „Ja, wir haben früh erkannt, dass Daten und deren intelligente Nutzung entscheidend sind. Adressen allein reichen nicht aus. Sie müssen gut sein – und sie müssen gepflegt werden. Das ist das A und O für jede erfolgreiche Kampagne. Also entwickelten wir zunächst unsere hauseigene Consumer-Datenbank NAB®. In Kombination mit klassischen Adresslisten können wir so unseren Kunden verschiedene Optionen anbieten, um ihre Zielgruppen zu erfassen und anzusprechen. 1993 führten wir dann smartBASE® ein, um eine maßgeschneiderte Dialog-Kommunikation zu ermöglichen. Wir optimieren es stetig weiter und bis heute ist es die Basis aller SAZ-Lösungen und -Leistungen.
Mit den Jahren erweiterten wir unser Angebot durch unsere smartADDRESS®-Produkte zur Adressbereinigung. Dadurch können unsere Kunden seit 2002 bei SAZ ´Datenpflege aus einer Hand` bekommen.
Außerdem wurde uns klar, dass Fundraising sehr wichtig werden würde. Wir waren damit einer der Ersten in Deutschland und ich denke, das kann ich mir erlauben zu sagen: Wir haben dabei Maßstäbe gesetzt.“
Filantro Fundraising-Echo: „Was hat sich vor allem verändert?“
Gründer: „Zu Beginn waren postalische Aussendungen vergleichsweise günstig. Und weil der Fundraising-Markt noch nicht so gesättigt war wie heute, lagen auch die Responsequoten vor allem im Neuspenderbereich erfreulich hoch. Man konnte große Auflagen verschicken und schnell eine belastbare Houselist aufbauen. Ich erinnere mich noch an eine Neuspender-Testkampagne für eine sehr große Organisation. Die war knapp nicht kostendeckend. Der Kunde entschied sich dann, bis auf Weiteres auf Fundraising zu verzichten. Das würde ja nur Geld kosten. Manchmal waren wir mit unseren Ideen vielleicht auch etwas der Zeit voraus.
Mit steigendem Kostendruck wurde es dann immer wichtiger, präziser arbeiten zu können. Deshalb haben wir früh in Scoring-Verfahren investiert, um Adressen bewerten und dann gezielt selektieren zu können. Seit 2024 setzen wir dabei auf Künstliche Intelligenz und haben im vergangenen Jahr unsere Consumer-Datenbank NAB® noch weiter ausgebaut, um die Kampagnen unserer Kunden zu optimieren. Im Grunde sind wir damit wieder ganz nah an unserer ursprünglichen Idee, Daten sinnvoll und effizient zu nutzen.“
Werkstudentin: „Ich finde es gut, dass SAZ KI als Tool in die Arbeitsabläufe integriert und trotzdem genau darauf achtet, dass verantwortungsbewusst damit umgegangen wird. Das Thema wird mich und meine Generation in Zukunft immer mehr betreffen.“
Die Dinge entwickeln sich ständig weiter: Der Blick auf einen Arbeitsplatz aus den 1980er-Jahren macht dies nur allzu deutlich.
Geschäftsführung: „Früher waren Organisationen noch nicht so professionell aufgestellt wie heute. SAZ war noch eine reine Full-Service-Agentur, die nahezu alle Fundraising-Leistungen für eine Organisation erbracht hat. Auch heute noch bieten wir alles rund ums Fundraising an, denn der Bedarf besteht nach wie vor. Es kommt aber immer häufiger vor, dass Kunden nur Teilleistungen wie unsere umfassenden Inbound- und Outbound-Teleservices, Kreation oder Beratung von uns möchten. Das bieten wir inzwischen auch an. Damit verbunden war ein gewisser Transformationsprozess, der uns aber auch dabei geholfen hat, Fundraising noch einmal viel modularer zu sehen und Prozesse besser aufeinander abzustimmen.
Natürlich haben sich auch gesetzliche Vorgaben verändert. Datenschutz wurde z. B. immer wichtiger. 2009 stellten wir alle unsere Dienstleistungen auf das neue Bundesdatenschutzgesetz um und setzten 2018 alle Anforderungen der neuen DS-GVO um.“
Heute – Verantwortung und Entwicklung
Filantro Fundraising-Echo: „Was bedeutet es heute, ein Unternehmen mit 50 Jahren Geschichte zu führen?“
Geschäftsführung: „Es ist natürlich vor allem Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden, unseren Kunden und auch der Geschichte des Unternehmens. Dabei ist uns sehr bewusst, dass unsere Leistung für Non-Profit-Organisationen hohe Anforderungen an uns stellt, mit denen wir sehr sensibel umgehen. Aber auch Verantwortung für die Zukunft. Gerade in den letzten Jahren haben wir noch einmal einen echten Quantensprung erlebt – technologisch und organisatorisch.“
Gründer: „Ja, das stimmt. Ich bin durchaus stolz auf das Erreichte. Und gleichzeitig neugierig auf das, was noch kommt. Besonders spannend finde ich, wie wir Prozesse weiter digitalisieren und optimieren.“
Geschäftsführung: „Es herrscht nie Stillstand. Die Dinge entwickeln sich ständig weiter. Wer hier nicht den Anschluss verlieren will, muss den Finger am Puls der Zeit behalten, so wie wir. Wir entwickeln uns beständig weiter und beziehen auch unsere Kunden mit ein. Gemeinsam mit ihnen erarbeiten wir neue Strategien.“
Morgen – Perspektiven und neue Impulse
Filantro Fundraising-Echo (zur Werkstudentin): „Sie sind die jüngste Stimme in dieser Runde. Warum haben Sie sich für eine Ausbildung bei SAZ entschieden?“
Werkstudentin: „Mir war vor allem wichtig, meine Ausbildung in einem Unternehmen zu machen, das Ausbildung ernst nimmt. SAZ bildet seit vielen Jahren aus und hat einen guten Ruf. Besonders angesprochen hat mich tatsächlich der mir neue Bereich Fundraising, weil hier organisatorische Aufgaben mit einem sinnstiftenden Zweck verbunden sind.“
Filantro Fundraising-Echo: „War es eher die Branche oder das Umfeld, das Sie überzeugt hat?“
Werkstudentin: „Vor allem das Team und das Arbeitsumfeld. Die Branche war für mich ja neu. Das Verständnis dafür hat sich erst während der Ausbildung entwickelt. Dafür ist es jetzt umso toller, sinnstiftend arbeiten zu können.“
SAZ ist für die Zukunft gut aufgestellt, sowohl hier am Firmensitz in Garbsen als auch in St. Gallen in der Schweiz.
Filantro Fundraising-Echo: „Was bedeutet es für Sie, Teil eines Unternehmens mit 50-jähriger Geschichte zu sein?“
Werkstudentin: „Die lange Tradition und die gewachsenen Strukturen geben Sicherheit. Gleichzeitig gibt es auch Raum für neue Ideen, gerade im Spendenmarketing, das sich stark verändert.“
Filantro Fundraising-Echo: „Herr Rölle, wenn Sie das hören: Wie blicken Sie auf die nächsten Jahre?"
Rölle: „Sehr zuversichtlich. Wenn Erfahrung, technologische Neugier und junge Perspektiven zusammenkommen, dann bleibt ein Unternehmen lebendig.“
Geschäftsführung: „Fundraising wird an Bedeutung gewinnen. Die Zahl der Spender sinkt, während die Preise steigen. Darum wird es noch viel stärker um individuelle Ansprachen und Spenderbindung gehen. Wer glaubt, morgen noch Spender wie gestern gewinnen und an sich binden zu können, könnte eine böse Überraschung erleben. Hier sind wir ein verlässlicher Partner für unsere Kunden und werden auch weiterhin alles daransetzen, ihnen innovative, verlässliche und zukunftssichere Lösungen zu bieten.
Dabei liegt unser Fokus auch weiterhin darauf, für unsere Kunden die idealen Spender zu finden. Genau dafür haben wir das SAZ-Spender-Radar entwickelt. Hiermit liefern wir nicht nur eine präzise Zielgruppenanalyse, sondern auch eine exakte Ansprache der Menschen, die sich hinter den Adressen verbergen. Auch unsere SAZ-Milieus setzen hier an: Dieses strategische Instrument ermöglicht eine zielgenaue Ansprache und erhöht so die Reaktions- und die Spendenquote. Das ist genau die Weiterentwicklung der SAZ-Ursprungsidee: hochprofessionelle adressbezogene Dienstleistungen anzubieten.“
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Wir berichten gern darüber. Wenden Sie sich einfach an: Tel.: +49 5137 88 1444, E-Mail: marketing@saz.com