Textwerkstatt
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Autor Robert Exner 

Vom Aussterben bedroht – Wörter, die in Vergessenheit geraten (1)

Sprache wandelt sich. Jedes Jahr werden neue Wörter der Jugendsprache gelistet, gleichzeitig verschwinden viele alte Begriffe still und leise aus unserem Wortschatz. Dabei haben gerade diese sprachlichen Kostbarkeiten eine besondere Wirkung: Sie können Erinnerungen wecken – wie ein vertrauter Duft, ein bekanntes Lied oder ein Gegenstand aus vergangenen Tagen.

Für postalische Mailings ist das ein wertvoller Schatz, denn die Zielgruppe fühlt sich durch solche Wörter unmittelbar abgeholt. Sie schaffen Nähe, Vertrautheit und Kommunikation auf Augenhöhe – ein Stück „gute alte Zeit“, das sich wohltuend vom schnellen Sprachwandel abhebt.

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In unserer kleinen Serie legen wir Ihnen jeweils eines dieser Wörter ans Herz. 

Diesmal: Augenweide

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Gemaelde Landschaft

Das Wort "Augenweide" stiehlt sich allmählich aus unserem Sprachgebrauch. 

Dieses zusammengesetzte Hauptwort beschreibt etwas, was besonders schön anzusehen ist, an dem sich das Auge weiden kann: malerische Landschaften, Kunstwerke, schöne Gärten, aber auch Menschen, Kleidung oder festlich dekoriertes Essen. Noch seltener im Sprachgebrauch, aber von der Bedeutung gleichsinnig, ist der Begriff Augenschmaus.

Optische Reizüberflutung und die Allgegenwart von Fotos verdrängen heute nicht nur das Wort Augenweide. Dadurch gerät der grundlegende Gedanke selbst in Vergessenheit: Allen Selfies oder Food-Impressionen zum Trotz, findet die schöne Umschreibung immer weniger Verwendung. 

Dass ein Anblick unsere Augen nährt, dass wir beim Betrachten Wohlbefinden und Freude erleben können, scheint kaum noch bewusst zu sein. Visuelles Fast-Food droht ihn zu verdrängen, den wahren Augenschmaus.

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Haben Sie auch gerade Lust bekommen, den Blick mal wieder schweifen zu lassen? Oder ist das für Sie alles Larifari und Sie schauen lieber der Realität ins Antlitz? So viele Wörter, die drohen, in Vergessenheit zu geraten. Doch wir tun etwas dagegen! Freuen Sie sich im zweiten Teil unserer Reihe auf ein neues altes Wort aus der Textwerkstatt.

 

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Robert Exner

Der Kommentar stellt die persönliche Meinung des Autors Robert Exner dar. 
Kontakt: info@fundwort.de

Robert Exner, Jahrgang 1961, ist seit mehr als 30 Jahren in der Verbandskommunikation tätig. Selbständig ist er seit 2004. Mit seinem Büro fundwort für Text, PR und Fundraising begleitet er Organisationen, Verwaltungen und Unternehmen mit den Schwerpunkten Umwelt und Soziales: www.fundwort.de

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